Wertpapiere ins neue Depot übertragen
Wenn Sie bislang noch keine Aktien besitzen, reicht es aus, wenn Sie nach der Depoteröffnung beim Direktbroker Geld auf das Verrechnungskonto überweisen. Diese Summe steht Ihnen anschließend für den Handel mit Wertpapieren aller Art zur Verfügung. Sofern Sie aber bereits Aktien oder Fonds halten, die noch bei einer anderen Bank liegen, wird ein Depotübertrag erforderlich.
Ihr Aufwand als neuer Kunde beim Direktbroker hält sich allerdings in engen Grenzen. Sie müssen im Grunde nur ein Formular unterschreiben, den Rest erledigen der Onlinebroker und Ihre bisherige Bank. Mitunter bekommen Sie das Formular direkt mit den Depoteröffnungs-Unterlagen, manchmal müssen Sie es separat anfordern oder von der Internetseite des Brokers herunterladen.
In das Formular müssen die Nummern des alten Depots und des neuen Depots eingetragen werden. Sollen alle in der Vergangenheit gekauften Wertpapiere „umziehen“, reicht normalerweise ein Kreuzchen an der dafür vorgesehenen Stelle. Wollen Sie hingegen einzelne Papiere im alten Depot belassen, müssen alle Werte extra aufgeführt werden, die zum Direktbroker übertragen werden sollen. Hier sollten Sie sowohl die exakte Bezeichnung der Aktie oder des Fonds als auch die im Depot vorhandene Stückzahl aufführen. Häufig können Sie mit dem Formular für den Übertrag der Wertpapiere auch das alte Depot schließen lassen. Wiederum reicht es aus, das entsprechende Kästchen anzukreuzen. Die Löschung kann allerdings nur dann erfolgen, wenn nach dem Übertrag keine Aktien oder Fondsanteile mehr im Depot verbleiben.
Die Bank, die bislang Ihr Handelspartner für Wertpapiergeschäfte war, ist verpflichtet, ihre Papiere unverzüglich freizugeben. Schließlich sind Sie allein der Eigentümer, die Bank fungiert lediglich als Dienstleister in Ihrem Auftrag. So sieht zumindest die Theorie aus. In der Praxis versucht so manches Geldhaus allerdings, den Wechsel zu verzögern und Ihnen Steine in den Weg zu legen. So verständlich es sein mag, dass keine Bank gerne Kunden verliert: Sie müssen sich die Verzögerungstaktik nicht gefallen lassen und sollten kritisch nachhaken, wenn der Übertrag von alten ins neue Depot nach einer Woche noch nicht abgeschlossen ist.
Mit ein paar Tagen Wartezeit müssen Sie aber auch dann rechnen, wenn alles glatt läuft. Und während dieser Übergangsphase können Sie die betreffenden Wertpapiere nicht handeln, insbesondere können Sie auf schlechte Nachrichten oder Kursstürze nicht mit einem Verkauf reagieren. Stattdessen müssen Sie warten, bis die Aktien bzw. Fondsanteile im neuen Depot eingebucht sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Depotübertrag nicht gerade zum Beginn der Berichtssaison anzustoßen, in der täglich wichtige Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorlegen. Wählen Sie stattdessen besser eine etwas ruhigere Phase für den Übertrag der Papiere, um auf der sicheren Seite zu sein.
Vorteile von Onlinebrokern
- Onlinebroker & Filialbanken
- Direktbank Depot
- mit niedrigen Gebühren sparen
- Flexibel durch Echtzeithandel
Onlinebroker vergleichen
- Handelbare Wertpapiere
- Ordergebühren
- Fonds ohne Ausgabeaufschlag
- Guthabenzinsen Depotkonto
- Kostenlose Zusatzleistungen